Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr 

Bundeszentrale für pol. Bildung bündelt Kompetenzen 


Auf Initiative der bpb haben sich insgesamt 26 anerkannte Träger und Unterträger der politischen Erwachsenenbildung mit Unterstützung des Bundesministeriums der Verteidigung zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um Ihre Kompetenzen im Angebot politischer Bildung für die Bundeswehr zu bündeln.
Netzwerkkoordination und Kontakt:

Bundeszentrale für politische Bildung

Anya Mittnacht  Fachbereichsleitung Förderung
Adenauerallee 86
53111 Bonn

Tel.+ 49 228 99515-546

Fax: +49 228 99515-546

E-Mail: anya.mitnacht@bpb.bund.de

Internet: http://www.bpb.de/partner/foerderung/139977/netzwerk-politische-bildung-in-der-bundeswehr

 

 

Die asg  leistet seit Gründung der Bundeswehr einen anerkannten Beitrag zur Inneren Führung. Die Seminarprogramme werden in enger Abstimmung mit den Einheitsführern auf der Grundlage der Zentralen Dienstvorschrift 12/1 des Bundesministeriums der Verteidigung unter Beachtung der Förderungsrichtlinien der bpb zielgruppengerecht erarbeitet. Neben Vortragsveranstaltungen und interaktiven Politiksimulationen in Kasernen oder Bildungshäusern bietet die asg Seminare "vor Ort" in den politischen Zentren und an den Stätten historischer Ereignisse an. Gespräche mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie Zeitzeuginnen und -zeugen sollen die Seminarteilnehmenden dazu befähigen, ihre eigene Position zu analysieren und daraus für sich Konsequenzen zu ziehen. Die Seminarteilnehmenden werden so zur aktiven Partizipation an der Gesellschaft befähigt.
 

 

Beispiele für typische Seminarangebote der asg innerhalb des Netzwerkes Politische Bildung in der Bundeswehr

1. Seminare zur Sicherheitspolitik mit Soldaten und Offizieren

Inhalte: In Absprache mit dem verantwortlichen Offizier werden aktuelle sicherheitspolitische Themen in den Mittelpunkt eines zwei – bis dreitägigen Seminars gestellt.

Bsp.: „Europa und seine Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert".

Methoden: Das Seminar findet in einem Tagungshaus oder bei Bedarf in einem militärischen Objekt statt. Dabei werden „klassische" Vorträge mit interaktiven Simulationen kombiniert. In die einzelnen Themenkomplexe wird zunächst durch einen Vortrag eingeführt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Eine Vertiefung des Gelernten findet in einer anschließenden Politiksimulation statt. Bewährt hat sich das Planspiel EUROSIKO.

Beispiel: Die zukünftigen Risiken der Sicherheitspolitik werden durch einen Vortrag des Referenten erläutert. Neben den Problemen die sich aus der Verknappung der Rohstoffe, der Klimaveränderung, der Proliferation und einer weiter voranschreitenden (illegalen) Migration ergeben, stellen insbesondere die Entwicklungsländer ein starkes sicherheitspolitisches Gefährdungspotential dar.

In dem im Anschluss stattgefundenen Planspiel EUROSIKO wird eine Sitzung der GASP nachgeahmt. Jeder Projektteilnehmer wird zum Außenminister eines Mitgliedstaates der Europäischen Union ernannt und muss die jeweiligen Staatsinteressen in der Sitzung, welche eine gemeinsame Erklärung zur Außen- und Sicherheitspolitik zum Ziel hatte, vertreten. Dies führt nicht nur zu hitzigen und interessanten Diskussionen, sondern schärft insbesondere das Bewusstsein der Projektteilnehmer für die Schwierigkeiten einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik.

Eine Möglichkeit, Grundprobleme des politischen Prozesses zu beschreiben, bietet das Spiel Black Diamond: Politik wird als Ergebnis von berechneten und berechnenden Interaktionen zwischen politischen Akteuren vermittelt, die jeweils das Beste für sich, für ihre Wählergruppe oder ihr Land herausschlagen wollen. Wesentliche Strukturen der realen politischen Interaktionen können auf diese Weise herausdestilliert werden.

Sehr gut kommen auch Rollenspiele an, die dem Erwerb von interkultureller Kompetenz dienen. (Wortlose Verständigung, wobei den Teilnehmern zuvor unterschiedliche Bedeutungen bestimmter Zeichen und Gesten vermittelt wurde.)

Als Abschluss hat sich der Einsatz des Schreibspiels ELFCHEN bewährt. Die Seminarteilnehmer verarbeiten die Schwerpunkte in Kurztexten, Schlagzeilen, die aus nur genau 11 Wörtern bestehen dürfen, die wiederum auf 5 Zeilen zu verteilen sind. Der erste schreibt ein Wort, der nächste zwei, der dritte drei; wenn vier Wörter in der Reihe stehen, muss der fünfte ein treffendes Abschlußwort finden.

Fazit: Diese Form der Seminare haben sich in der Bildungsarbeit mit Soldaten bewährt und werden nachgefragt, da Wissen nicht lediglich frontal vermittelt, sondern sofort angewendet und vertieft wird. Durch interaktive und spielerische Elemente (Planspiele, Interaktionen und Abfrage als Wissensquiz) legen die Soldaten rasch Hemmungen ab, sich im Beisein von Kameraden bzw. Vorgesetzten zu äußern, wie es über die „klassische PolBIL" immer wieder berichtet wird.

Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft Staat und Gesellschaft e.V.

Adenauerring 23, 37115 Duderstadt 

Tel: 05527/984722           Fax: 05527/98477

asg@asgpolbi.de

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