Innere Einheit Deutschlands


 

Der Prozess der Gestaltung der inneren Einheit Deutschlands: Ökonomische, politische und gesellschaftliche Gleichstellung der Neuen Bundesländer

 

Seminare und Workshops möglichst unter Einbindung von Experten und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel: Problembereiche benennen, beschreiben, bewusst machen und mögliche Lösungsansätze suchen, finden und diskutieren. Aufbau Ost: Sinn oder Unsinn der Förderpraxis? Ökonomische Problembereiche in den Neuen Bundesländern, Musterbeispiele und Fehlentwicklungen. Welche Ausstrahlung haben die wirtschaftlichen „Leuchttürme“ auf die Entwicklung der Regionen? Ist das Ziel, gleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland zu schaffen, realistisch? Vermittlung der Voraussetzungen für die Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung im Ergebnis der demokratischen Volksbewegungen in den Ländern des ehemaligen Ostblocks. Dieses Themenfeld ist noch lange nicht erledigt. Es gilt immer noch viele Hürden gegenseitiger Vorurteile abzubauen und vor allem wachsenden ökonomischen „Verteilungskämpfen“ entgegen zu wirken. 

 

Seminare zum Stand des Prozesses der inneren Einheit Deutschlands in Leipzig, Dresden oder Berlin 

 

Inhalte: Die Seminare sollen über die historischen Ursachen für die gegenwärtigen Probleme des „Aufbau Ost“ informieren, Konzepte zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung vorstellen sowie die Bedeutung funktionierender demokratischer Strukturen für die Gestaltung der inneren Einheit Deutschlands herausarbeiten. 

Zugleich sollen bei den Begegnungen und Gesprächen Verständnis für Entwicklungsprobleme und Verzögerungen bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West geweckt werden. 

Beispiele: Die Seminare finden in einer oder zwei Städten der neuen Bundesländer statt. Da die Montagsdemonstrationen in Leipzig die Voraussetzungen für den Fall der Mauer in Berlin und die staatliche Einheit Deutschlands schufen, bietet sich besonders eine Verbindung der Seminarorte Leipzig und Berlin an. Das Beispiel des ehemals geteilten Berlin eröffnet ebenfalls gute Möglichkeiten, den Prozeß der Herstellung der inneren Einheit Deutschlands vor Ort zu studieren. Die Seminare beginnen in Leipzig oder Dresden und werden in Berlin fortgesetzt. 

Die Seminare spannen den Bogen von der Spaltung Deutschlands im Kalten Krieg über Widerstand und Repression in der DDR zu den gegenwärtigen strukturpolitischen Problemen der neuen Bundesländer und zu wirtschaftlichen Visionen und Perspektiven im vereinten Deutschland. 

 

Methoden: Das Seminarziel wird durch eine Kombination von Vorträgen, geführten thematischen Besichtigungen, Gesprächsrunden mit Politikern, Wissenschaftlern und Zeitzeugen und Diskussionen innerhalb der Seminargruppen erreicht. Den Soldatengruppen gehören immer Teilnehmer aus den alten und den neuen Bundesländern an. Dadurch ergeben sich in den Reflexionsrunden lebhafte Diskussionen zwischen den Seminarteilnehmern, die durch den Seminarleiter moderiert werden. 

Besucht werden Erinnerungsstätten, die an die Teilung und in die politische Repression in der DDR erinnern. Hier wird eine Kombination von wissenschaftlichen Vorträgen aus einem historischen Abstand heraus und von Zeitzeugenberichten angestrebt. Die Zusammenarbeit mit ausgewählten Referenten stellt eine sachliche Vermittlung historischer Zusammenarbeit und eine emotional beeindruckende Schilderung persönlicher Lebenswege sicher. Schwieriger wird es, den Alltag in der Diktatur angemessen zu beleuchten, da dieser sich schwer darstellen läßt und entsprechende Präsentationen mit dem Vorwurf einer „ostalgischen Verklärung“ kämpfen müssen. Hier kommt dem Seminarleiter eine entsprechende Verantwortung zu. Bei den durch Dr. Michael Rudloff geleiteten Seminaren kann dieser nicht nur seine Kompetenz als Historiker, sondern auch als Zeitzeuge einbringen. Die Gespräche mit den Seminarteilnehmern am Rande des „offiziellen Programms“ sind für das Erreichen des Seminarziels von besonderer Bedeutung. 

Bestandteil des Programmes sind Gesprächsrunden mit Wirtschaftspolitikern in einer Kommune, im Landtag und in Ministerien sowie die Besichtigung eines für die Strukturpolitik bedeutenden Industrieunternehmens. Dabei sollen strukturpolitische Weichenstellungen und Erfolge sowie Fehlentwicklungen der Förderpraxis diskutiert werden. Die Frage, inwieweit der Anspruch, gleiche Lebensverhältnisse in ganz Deutschland

 

Auseinandersetzung mit Geschichte als gesellschaftlicher Lernprozess

 

Seminare und Workshops in Berlin oder in den neuen Bundesländern unter Einbeziehung von Wissenschaftlern und Zeitzeugen, u.a. mit Akteuren der friedlichen Revolution in der DDR 1989/90 

Ziel: Der Rückblick auf die Diktaturen des vorigen Jahrhunderts soll die Seminarteilnehmer für die Bedeutung der Demokratie für die freie Entfaltung des Einzelnen und für eine friedliche Welt sensibilisieren.

 

 

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